„You are selling your soul.“

Ich wollte so gerne glauben, dass du dieser Mann bist, den ich am Anfang in dir gesehen habe. Selbst als alles dagegen sprach, hab ich immer noch an dieser Hoffnung fest gehalten, dass ich mich nicht so sehr in dir täuschen konnte.

Ich hab alles für dich getan. Alles. Ich hab einen Fehler nach dem anderen gemacht, damit deine Lügen nicht auffliegen. Und heute, heute hab ich schon wieder einen gemacht, obwohl ich es hätte so viel besser wissen müssen.

Ich wollte dir diesen Satz, dass du Zeit mit mir verbringen willst, so gerne glauben. Ich wollte so gerne glauben, dass ich dir noch irgendetwas bedeute. Ich bin so blind, weil ich dich liebe. Du sagst das nur, damit du Zeit schinden kannst.

Ich wusste tief in mir drin, dass du mich anlügst. Ich hab so unglaubliche Angst davor, dich zu verlieren. Den einzigen Freund zu verlieren, den ich hier habe. Ich hab so unglaubliche Angst davor, dass mein Herz bereit war dir diese Lüge abzukaufen. Aber wenn man genauer hinsieht, dann hab ich dich doch schon längst verloren.

Es bricht mir das Herz, mir das einzugestehen. Es bricht mir das Herz, dass ich weiß, dass ich dich verlieren werde. Es bricht mir das Herz, dich zu lieben. Es hat mir die ganze Zeit das Herz gebrochen.

Ein Freund, der einfach so bereit ist, mich aus seinem Leben zu werfen… wegen Fehlern, die er selbst gemacht hat. Weil ich eine Erinnerung daran bin, dass er diese Fehler gemacht hat. Weil ich ihn dazu zwinge, die Wahrheit zu sagen. Eigentlich sollte ich diesen Freund, der mir all diese Vorwürfe macht und mich so einfach vergessen kann, nicht brauchen. Und trotzdem bricht es mir das Herz, zu wissen, dass ich dir Leb Wohl zu sagen.

Ein Freund, für den ich immer alles getan habe. Für den ich monatelang gelogen habe. Und dann sag ich, ich kann nicht mehr. Ich kann einfach nicht mehr. Und du verlangst von mir, noch ein paar Wochen weiter zu lügen, damit es für dich einfacher wird.

Hast du denn nur ein einziges Mal dabei an mich gedacht? Hast du dich nur ein einziges Mal gefragt, wie es mir dabei geht? Und als du mich heute so dreist angelogen hast, was hast du dabei gedacht? Wie dumm ich bin, dir das alles zu glauben? Wie dumm ich bin, mich darauf einzulassen?

Ich hab mich dir gegenüber nie egoistisch verhalten. Ich hab alles getan, damit du dein Leben weiterleben kannst. Und so langsam wird mir klar, dass du dich die ganze Zeit über total egoistisch verhalten hast. Ich stand da und hab all diesen Schmerz in Kauf genommen, weil ich dich liebe.

Und trotzdem, trotzdem wollte ich mir einreden, was du mir eingeredet hast. Dass es so besser ist, auch für mich. Du hast nur Angst davor, mit den Konsequenzen zu leben.

Um mir all das einzugestehen, brauchte es eine Person, die mir sagt „Ich war immer für dich da, hab dir immer zu gehört und dir den bestmöglichen Rat gegeben. Du hast nicht auf mich gehört, aber ich hab dich verstanden. Aber jetzt, jetzt kann ich nicht mehr für dich da sein. Du verkaufst deine Seele an einen Mann, der nicht mit dir zusammen sein will. Der nur mit dir zusammen ist, dass du es seiner Freundin nicht erzählst. Ich kann mir nicht weiter mit ansehen, wie du dir selbst weh tust“.

Wenn ich dir so viel bedeute, dass du mich einfach aus deinem Leben schmeißen kannst, dann sollte ich das endlich akzeptieren und damit leben. Dann sollte ich endlich akzeptieren, dass du nicht der Mann bist, in den ich mich verliebt habe. Der Mann, der mir gesagt hat, er wird immer für mich da sein. Der Mann, für den ich mich selbst aufgegeben habe.

Und das Schlimme an der ganzen Sache ist, ich kann einfach nicht aufhören, dich zu lieben. Ich kann einfach nicht aufhören, zu weinen. Vor Enttäuschung von mir selbst, vor Enttäuschung von dir. Weil ich weiß, dass du von mir enttäuscht bist, obwohl du eigentlich überhaupt kein Recht dazu hast. Und weil ich so unglaubliche Angst habe, dich für immer zu verlieren weil ich nach Monaten zum ersten Mal das tue, das richtig für mich ist.

Wenn ich dir so wichtig bin, dass du mich durch all die Scheiße gehen lässt, dass du jeden Tag mit ansiehst wie weh mir das tut und nichts ändert, dass du wenn du siehst, dass ich kurz davor bin zusammenzubrechen mich immer noch dazu bringen kannst, weiter zu lügen, dass du siehst wie ich jeden Tag kämpfe und wenn ich dann am Ende bin mir all diese Vorwürfe machst, dann weiß ich einfach nicht, was das noch bringt. Du interessierst dich nicht dafür, wie es mir geht. Du interessierst dich für den einfachsten Weg für dich.

~ von Erdbeere - Februar 3, 2013.

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