Um nichts kämpft er mehr. Und das immer und immer wieder, deswegen ist er ein Krieger.

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Ich war am Ende. Ich wusste, es geht so nicht mehr weiter. So oft hab ich dir gesagt, dass sich was ändern muss, dass ich einfach nicht mehr kann. Ich war so kurz davor zusammenzubrechen, aufzugeben. Und schlussendlich hab ich keinen Ausweg mehr gesehen, als dich vor die Wahl zu stellen. Entweder du erzählst ihr alles oder du machst Schluss mit ihr. Niemals hättest du mich an diesen Punkt kommen lassen sollen, an dem ich so verzweifelt bin, dass ich keinen anderen Ausweg sehe. Aber dazu ist es jetzt zu spät, das Unheil ist angerichtet.

Ich wusste, dass wenn sich nichts ändert, ich diese Person die ich einmal war für immer verlieren werde. Diese Person, die eigentlich so unglaublich liebenswert ist und die du nie kennen gelernt hast. Du kennst nur die Version von mir, die am Anfang hier angekommen ist. Schüchtern, mit jeder Menge Heimweh und verloren in einer neuen Welt. Wenn du denkst, dass das die Person ist die ich normaler Weise bin, dann täuschst du dich. Und kurz darauf hast du diese andere Version von mir kennen gelernt, rücksichtslos, leidenschaftlich… man könnte fast schon sagen verrucht. Und irgendwie hab ich es genossen, diese Person zu sein. Diese völlig neue Seite an mir zu entdecken. Auch wenn ich wusste, dass das nur ein kleiner Teil von mir ist und mein Herz sich schneller als mir lieb ist einschalten würde. Und als das so weit war, hast du eine dritte Version von mir kennen gelernt. Die verzweifelte, am Boden zerstörte Version von mir. Und ich weiß nicht, ob du überhaupt sehen konntest, wie sehr ich jeden Tag gekämpft habe um dir alles so einfach wie möglich zu machen. Wie sehr ich jeden Tag unter all den Lügen gelitten habe. Wie viel von mir ich jeden Tag für dich geopfert habe, weil ich dich liebe. Ich bin ein Kämpferherz. Ich gebe nicht auf. Das ist das, was von meinem alten Ich erhalten geblieben ist. Das ist das, was ich immer sein werde. Länger kämpfen als gut für mich ist, auch dann noch kämpfen, wenn es keine Hoffnung mehr gibt und es mich kaputt macht. Und deshalb Respekt, dass du es geschafft hast, uns an diesen Punkt kommen zu lassen, an dem wir jetzt sind.

Dank dir hab ich mich selbst verloren. Mich in einem Netz aus Lügen verstrickt, weil es besser war für dich. So viele Menschen angelogen, die mir so unglaublich nahe stehen und wo all die Lügen auffliegen werden, sobald sie mir in die Augen sehen können. Und sie werden so wahnsinnig enttäuscht von mir sein. Nein, ich hab meine Familie noch nicht verloren. Aber sehr bald wird es so schnell nicht mehr so sein wie es war. Ich weiß nicht, ob du all das überhaupt zu schätzen weißt. Jedes Mal wenn ich versuche, mich zu erklären, darf ich mir dann erst mal anhören, wie alles meine Schuld ist. Wie du all diese Fehler gemacht hast, weil du für mich da sein wolltest. Lass mich dir hier und jetzt sagen, dass da immer zwei dazu gehören. Du hast all das getan, weil du es genauso sehr wolltest wie ich. Weil du den Sex genauso sehr genießt wie ich. Nicht, weil ich dich irgendwie dazu gebracht hätte. Die Spannung die sich von Anfang an zwischen uns aufgebaut hat, war dazu gemacht, früher oder später zu explodieren. Und falls ich an das Schicksal glauben würde, dann würde ich sagen alles was danach passiert ist war Schicksal. Ich hab das akzeptiert… und du, du kannst das jetzt entweder akzeptieren oder dir selbst weiterhin etwas vormachen. Fakt ist, ich hab jeden einzelnen Tag einen Teil von mir selbst aufgegeben, um es dir Recht zu machen. Ich hab jeden einzelnen Tag meinem Herz dabei zugesehen wie es ein Stückchen mehr zerbricht. Ich hab jeden einzelnen Tag ein Lächeln aufgesetzt um allen vorzumachen, dass es mir gut geht. Ich hab jeden einzelnen Tag alles dafür getan, damit deine Lügen nicht auffliegen… damit du dein Leben weiterleben kannst… denn ich hatte keinen anderen Grund, ich war ehrlich mit allen und hab mich dann wegen dir in immer neuen Lügen verloren. Ich hab jeden Tag so sehr gekämpft, für mich selbst und für dich. Und ich hab dir so oft gesagt, dass es so nicht für immer weitergehen kann.

Lass mich dir meinen Standpunkt klar machen… ich habe jede Menge aufgegeben, weil es das einzig Richtige war, was ich tun konnte. Ich hab jede Menge verloren. Und dann hab ich jede Menge aufgegeben, weil ich mich in dich verliebt habe und wollte, dass du glücklich bist. Ja, mein Leben ist ja ach so einfach. Ich könnte mich immer noch so sehr darüber aufregen, dass du wirklich den Mumm hast mir zu sagen, ich könnte einfach nach Deutschland in mein altes Leben zurückkehren, alles wäre okay und ich würde dich vergessen. Wer bist du, mir sowas ernsthaft ins Gesicht zu sagen, nachdem ich durch all die Scheiße gegangen bin, wegen dir und für dich. Du kannst dir einbilden, ich könnte dich vergessen. Aber wenn ich dir eins garantieren kann, dann ist es Folgendes: wenn ich mein Herz verschenke, dann verschenke ich es ganz. Und ein Teil davon wird für immer dir gehören, ob du das wahrhaben willst oder nicht. Es macht es nicht einfacher für mich, im Gegenteil. Aber es ist einfach so wie es ist, wie ich bin. Fakt ist, mein Leben wird nie wieder sein, was es einmal war. Mit diesem Gedanken hab ich die letzten Monate gelebt und das ist der Gedanke, mit dem du seit zwei Tagen leben musst. Nie wieder. Ich war unglaublich glücklich mit Benny. Es hat alles gepasst… alles. Bis eben auf diesen einen kleinen Teil, der mir gefehlt hat, den du mir dann gegeben hast. Und nach diesem Kuss war Aufrichtigkeit das einzig Richtige. Ich hab meinen Seelenverwandten, meinen besten Freund und die Person verloren, von der ich dachte, dass sie die Liebe meines Lebens ist. Du hast überhaupt keine Ahnung, was ich alles verloren habe. Du kannst mir noch so oft sagen, dass es bei dir anders ist. Das ist es nicht. Ja du leidest jetzt, so wie ich es vor Monaten getan hab… aber wir sind Menschen, wir sehen irgendwann wieder nach vorn. Wenn ich dich ansehe, dann seh ich nicht zurück. Dann seh ich nicht all die Fehler, die ich wegen dir gemacht habe. Wenn ich dich ansehe, dann denke ich mir, dass es einen Grund gab, dass ich das gemacht habe. Wenn ich dich ansehe, dann denk ich mir jedes Mal wie gern ich mehr von dir haben würde. Wie wichtig du mir geworden bist. Und wie sehr ich mich in dich verliebt habe. Und was du momentan tust ist einfach nicht richtig. Es ist so wahnsinnig falsch.

Das Traurige an der ganzen Sache ist, dass ich weiß, dass du vermutlich Recht hast wenn du sagst, du wirst hier all deine Freunde verlieren. Hochgelobtes Amerika. Was für Freunde sind das, von denen man weiß, dass man sie verliert, sobald man Scheiße baut. Wahre Freunde stehen hinter dir. Egal was kommt. Und während du am Boden zerstört bist weil du glaubst, dass du all diese sogenannten Freunde verlieren wirst, wusste ich immer, dass ich wenigstens zwei Freunde habe, die egal was ich mache zu mir halten werden. Und es tut mir weh, dass du mit diesem Gedanken leben musst. Es tut mir weh, dass du diese Freunde nicht hast. Aber du hast mich. Und ich kann dir ehrlich sagen, dass du mich immer haben wirst und dass du immer mit mir reden kannst. Ich kann dir versprechen, dass falls du mich in deinem Leben haben willst ich dich nicht fallen lassen werde. Ich bin nicht diese amerikanische Art von Freund. Mir wurde die deutsche Definition von Freundschaft beigebracht. Und du wirst neue Freunde finden. Vielleicht sind ein paar dabei, die richtige Freunde für dich sein werden. Die dieses Wort verdienen.

Und gestern, gestern ging es mir so unglaublich schlecht weil ich mich so schuldig fühle für das, was ich dir antue. Und doch weiß ich, dass es das einzig Richtige ist, das mir noch übrig bleibt und dass ich es nicht zurück nehmen kann. Und dann lädt ihr Onkel dieses Foto von dir hoch, auf dem du lächelst und so so traurig aussiehst. Und ich fühl mich dadurch noch so viel schuldiger. Allein auf diesem Foto ist es so mehr als offensichtlich, dass du leidest. Du leidest, wie ich gelitten habe. Wie ich es immer noch tue. Und ich frag mich, ob sie das denn nicht merkt? Hat sie dich gefragt, was los ist oder hat sie es nicht gesehen? Und wenn nicht, dann frag ich mich, was diese grandiose Beziehung ist, von der du mir dauernd erzählst. Diese Bindung, die kein Problem der Welt brechen kann. Wenn sogar ich das sehen kann.
Und weißt du, du magst mir nicht glauben, dass Benny all das für mich gewesen ist, was ich dir gesagt habe, weil ich „einfach so“ Schluss gemacht habe. Die Wahrheit ist, dass ich Schluss gemacht habe, gerade weil er all das für mich war. Gerade weil er es nicht verdient hat, dass ich ihn anlüge und betrüge. Du magst mir nicht glauben, dass er mir immer noch so unglaublich viel bedeutet. Aber wenn das nicht so gewesen wäre, wenn es einfach nur eine Beziehung gewesen wäre, die dann eben in die Brüche gegangen ist, glaubst du, er würde mich aus dem Nichts heraus fragen, was nicht stimmt… so wie er es gestern getan hat? Glaubst du, er würde sich meine Probleme anhören und mir dann sagen, dass ich das schon irgendwie schaffe? Glaubst du, er würde auf meine Antwort, dass ich das doch immer irgendwie tue aber dass ich mir gerade ehrlich gesagt mehr Sorgen um dich als um mich mache, mir sagen, dass man mir ja Vieles vorwerfen kann, aber dass ich wenn ich liebe aus ganzem Herzen liebe und er davor Respekt hat? Ich glaube kaum. Nach allem was wir durchgemacht haben, nach all der Scheiße durch die wir gegangen sind und all den Dingen, die wir uns an den Kopf geworfen haben, wird er langsam eine besondere Art von Freund für mich, der mich dann aufbaut, wenn ich es brauche. Und irgendwie konnte ich daraus so viel Kraft schöpfen, dass ich wieder bereit war zu kämpfen. Für mich. Für diese Person, die ich einmal war.

Die letzten Monate konntest du mehr oder weniger ignorieren, dass deine Beziehung ein ziemlich großes Problem hat, leidenschaftslos ist. Du hattest ja mich. Das hört sich vielleicht grausam an, aber irgendwie ist es doch wahr. Und ich weiß noch, wie ich dich vor Monaten mehr als ironisch gefragt habe, ob du denn jetzt endlich diese Leidenschaft in deiner Beziehung gefunden hast… und du sagtest ja. So ganz plötzlich, dass ich es nicht wirklich glauben konnte. Aber seitdem hab ich unter dem Gedanken gelitten, dass sie dir mal abgesehen von Sex vielleicht doch das geben kann, wovon ich dachte, dass es das einzige ist, dass ich es dir geben kann und sie nicht. Und dann rutscht dir vorgestern raus, dass du sie seit drei Monaten nicht mehr nackt gesehen hast. Also lass mich dich ganz offen fragen, wie du dir diese Zukunft vorgestellt hast. Du glaubst doch wohl selbst nicht, dass sich eine Beziehung, die jetzt schon so leidenschaftslos ist, nach der Hochzeit ändert? Selbst jetzt, wo sie doch ganz genau weiß, dass du bald gehst. Du hättest einmal, vielleicht zweimal in einem Monat, vielleicht in einem halben Jahr, das gekriegt, was du willst. Leidenschaftslos. Nachdem die Kinder auf der Welt sind, versteht sich. Und dann? Wärst du so glücklich geworden? Hättest du dir wieder irgendwelche neuen Ausreden gesucht, die einen Betrug gerechtfertigt hätten? Es mag sein, dass dieses Problem momentan nicht ausreicht um deine Beziehung zu beenden. Aber machst du dir da nicht selbst etwas vor? Du hast ja die letzten Monate von mir bekommen, was du vermisst hast. Und was ist mit der Zukunft? Ich glaube kaum, dass du glücklich geworden wärst. Und ich weiß, dass ich dir diese Zukunft so oder so aus den Händen gerissen habe. So wie du mir unbewusst meine aus den Händen gerissen hast.

Ihr nach den 3 Monaten Abstand alles zu gestehen, bis dahin weiterzumachen wie bisher, darauf hab ich mich nur eingelassen weil ich diesen Schmerz auf deinem Gesicht nicht ertragen konnte. Es wäre besser für alle? Nein, es ist besser für dich. Du kannst nicht nach 3 Monaten nach Hause kommen und eine Woche lang so tun als wäre alles okay. Du wirst es ihr gleich am ersten Tag sagen müssen. Sie hat dann drei Monate lang auf dich gewartet, freut sich dich wiederzusehen und dann bricht ihre Welt zusammen. Besser für sie?  Ich tu mir diesen Schmerz noch an bis du gehst, warte dann auch auf dich in dem Wissen, dass du mir so oder so das Herz brechen wirst. Besser für mich? Ja, vielleicht. Vielleicht auch nicht. Ich weiß nicht mehr, was besser für mich ist. Nur bitte lass mich diese Entscheidung nicht bereuen. Es ist besser für dich, weil es dir Zeit zum Nachdenken lässt und du bis dahin in deiner Illusion einer einigermaßen heilen Welt verweilen kannst. Ich glaube, du weißt gerade selbst nicht, was du willst. Wenn du dir mit ihr so sicher wärst, wie du mir erzählt hast, dann hättest du es zwischen uns nie so weit kommen lassen. Dann hättest du mir nicht gesagt, dass du mich liebst. Dann hättest du diese Gefühle für mich nie entwickelt. Vor allem zu diesem Zeitpunkt, an dem ich so überhaupt gar nicht eine Person bin, in die man sich verlieben kann. Und ich hoffe wirklich, dass du so nachdenken kannst, dass es tatsächlich besser für alle ist und nicht so wie ich es vorhersehe mehrere Welten auf einmal vernichtet.

Und trotz all der Traurigkeit, dem Schmerz und all den trüben Gedanken, durch die ich wegen dir gegangen bin, kann mein Herz einfach nicht auf meinen Kopf hören, der sagt, ich soll es sein lassen. Dich für immer aus meinem Leben werfen. So wie du mir das angedroht hast. Ich hätte so viele Gründe, das zu tun und kann es nicht. Selbst wenn du mich nicht haben willst, mich nicht lieben kannst, nicht das für mich fühlen kannst, das ich für dich fühle, dann will ich dich doch wenigstens als Freund in meinem Leben haben. Und du kannst mir glauben, dass ich das ernst meine. Die deutsche Definition von Freundschaft.

Und was uns angeht, kann ich dir nur sagen, was ich empfinde. Ich liebe dich. Wenn ich das jetzt sage, dann meine ich nicht diese anfängliche Verliebtheit. Wenn ich das sage, dann ist das das stärkste Gefühl, das ich in der Lage bin zu empfinden. Gerade deshalb tut es ja so weh. Und wenn ich das sage, dann ist das das Aufrichtigste, das du jemals von mir hören wirst. Ich liebe dich. Mit jeder Faser meines Herzens. Ich könnte niemals nach Hause gehen und dich in ein paar Wochen vergessen. Wenn das nicht die Wahrheit wäre, dann könnte ich auf meinen Kopf hören, mich umdrehen und gehen. Du wirst niemals auch nur annähernd wissen können, wie viel du mir wirklich bedeutest. Ich wünsche mir, dass du mir eine Chance geben kannst dir zu zeigen, wer ich wirklich bin. Wie ich sein kann. Ich wünsche mir die Chance, die ich dir ohne überhaupt darüber nachzudenken gegeben habe. Die Chance, dass du mich als eine Person ansiehst ohne Vorbehalte zu haben. Sprich, dass du nicht jedes Mal wenn du mich ansiehst deine Beziehung siehst, die in die Brüche gegangen ist. Das bin ich nicht. Siehst du mich denn jetzt als diese Person? Es war nicht nur meine Schuld. Wir sind beide dafür verantwortlich. Und dass es überhaupt so weit kam lag daran, dass du überzeugt warst, dass deine Beziehung am Ende ist. Gib mir bitte nicht die Verantwortung dafür. Sieh mich bitte nicht als eine Person, die ich nicht bin. Ich hab dich nie als diese Person gesehen und ich möchte, dass du das weißt. Ich hab dich immer als denjenigen gesehen, der du bist. Sonst hätte ich mich nie in dich verlieben können. Es war nicht deine Schuld, sondern meine, dass ich nicht treu bleiben konnte. Und dass du nicht treu bleiben konntest, war deine Schuld, nicht meine. Und dass man mit den Konsequenzen leben muss, das gehört nun mal dazu.
Das Wort „uns“ zu konfrontieren ist schwer. Das Wort „Fernbeziehung“ hört sich so hoffnungslos an, aber ich bin überzeugt davon, dass es trotzdem funktionieren könnte… es ist nicht so, dass wir uns nicht besuchen könnten. Es ist nicht so, dass die Distanz für immer wäre. Ich weiß nicht, ob das der Grund ist, dass du ignorierst, dass wir rein theoretisch so viel mehr sein könnten, als wir jetzt schon sind.  Und wir sind doch jetzt schon so viel mehr, als es uns in unserer Situation überhaupt möglich sein sollte. Du machst mich trotz allem glücklich. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie glücklich ich erst wäre, wenn du wirklich zu mir gehören würdest. Du bringst mich zum Lachen, schaffst es trotz allem irgendwie mich aus meinen Depressionen heraus zu locken. Wenn du bei mir bist, dann lässt du mich vergessen, was wirklich ist. Dann bist da nur noch du. Du gibst mir eine Erfüllung, von der ich jahrelang gehofft habe, dass sie irgendwo auf der Welt existiert. Ich bin einfach nicht bereit, das ohne mit der Wimper zu zucken wieder aufzugeben. Dieses Wochenende in San Diego mit dir, das war wunderschön. Ich hab erst da so richtig gemerkt, wie sehr ich es vermisst habe, glücklich zu sein. Wie sehr ich es vermisst habe, dieses Mädchen zu sein, das ich einmal war. Wir haben uns für ein Wochenende eine Welt geschaffen, die in der Realität nicht existiert. Und das ist der Grund, dass ich so wahnsinnig gern dort hin zurück möchte. Das ist der Grund, dass es mir jetzt schon vorkommt, als wäre es Jahre her. Und ich weiß ganz genau, dass ich diese Stadt nie wieder betreten kann ohne in Gedanken bei dir zu sein. Es war wunderschön. Und ich weiß, dass jeder Tag so sein könnte, nur besser. Wir sind in einem Netz aus Lügen eingesperrt. Aber aus Netzen kann man ausbrechen, wenn man bereit ist zu kämpfen. Und ich bin bereit zu kämpfen, so wie ich es immer war. Ich will endlich wieder frei sein. Ich will endlich wieder ich selbst sein. Du bist mir so unglaublich wichtig geworden, ich hab so wahnsinnig tiefe Gefühle für dich entwickelt. Wir sind inzwischen gemeinsam durch so viel Scheiße gegangen, dass ich einfach glauben will und es auch kann, dass wenn du es auch wollen würdest, es funktionieren würde. Und deshalb würde ich am liebsten frei und mich selbst sein mit dir an meiner Seite.. so hoffnungslos dieser Wunsch auch ist.

Es ist so wie es ist. Es gibt keinen Weg zurück. Und was die Zeit bringt, steht in den Sternen. Ganz egal was, du wirst in mir immer einen Freund haben. Mehr als das. Du wirst in meinem zu Hause immer willkommen sein, vor allem falls du mich jemals brauchen solltest. Es hört sich vielleicht bescheuert an, aber ich weiß, dass es dir dort gefallen würde. Und ich weiß, dass du meine Familie und Freunde mögen würdest – und sie würden dich mögen. Du wirst mich nicht verlieren.

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Sei wie der Fluss der eisern ins Meer fließt
Der sich nicht abbringen lässt, egal wie schwer es ist
Selbst den größten Stein fürchtet er nicht
Auch wenn es Jahre dauert bis er ihn bricht

Und wenn dein Wille schläft, dann weck ihn wieder
Denn in jedem von uns steckt dieser Krieger
Dessen Mut ist wie ein Schwert
Doch die größte Waffe ist sein Herz

Hab keine Angst vor deinen Schwächen
Fürchte nie deine Fehler aufzudecken
Sei bedacht, beruhigt und befreit
Sei auch verrückt von Zeit zu Zeit

Lass dich nicht täuschen
Auch wenn’s aus Gold ist
Lass dich nicht blenden
Erst recht von falschem Stolz nicht
Lerne vergeben und verzeih’n
Lerne zu fesseln und zu befrei’n

Und er kennt seine Grenzen
Und geht trotzdem zu weit
Kein Glück in der Ferne
Nach dem er nicht greift
Seine Macht ist sein Glaube
Um nichts kämpft er mehr
Und das immer und immer wieder
Deswegen ist er ein Krieger

~ von Erdbeere - Januar 27, 2013.

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