Das Glück besteht nicht darin, dass du tun kannst, was du willst, sondern darin, dass du immer willst, was du tust.

Das es so endet, das hätte ich dann jetzt doch nicht gedacht. Wie kannst du von mir erwarten, dass ich mir anhöre, wie du meinen Bruder beleidigst, einen Tag nachdem er dir eine zweite Chance gegeben hat, nachdem du ihn wie ein Arschloch behandelt hast obwohl du einer seiner besten Freunde bist? Wie kannst du erwarten, dass ich ihm nichts davon erzähle?

Wie kannst du an ein Mädchen glauben, diesem Mädchen vertrauen, das meinen Bruder nach Strich und Faden verarscht und angelogen hat und ihr einfach glauben ohne ihre Geschichte zu hinterfragen? Wann genau hast du diese rosa Brille aufgesetzt? Das bist doch nicht du. Hat sie dir so das Hirn verdreht?

Dann sagst du mir, ich hätte mich verändert. Ja, das hab ich. Aber schau doch mal dich an. Wenn sich hier irgendjemand von uns beiden verändert hat, dann bist das ja wohl du. Ich hab Dinge getan, von denen ich nicht geglaubt habe, dass ich sie tun könnte. Ach, wem mache ich was vor. Eigentlich wusste ich unterbewusst doch schon immer, dass ich so handeln könnte. Ich dachte nur nie, dass ich tatsächlich so handeln würde. Ja, es ist falsch. Überhaupt nicht richtig.

Es gibt keinen Unterschied zwischen dir und mir? Doch. Und das ist kein kleiner Unterschied. Ich betrüge nicht eine meiner besten Freundinnen. Das ist etwas, das ich niemals tun könnte. Und du hast einen nach dem anderen angelogen. Das ist etwas, das ich nicht getan habe. Ich war ehrlich genug, dir die Wahrheit zu sagen mit dem Risiko, indem ich Schluss mache und auspacke meinen besten Freund zu verlieren. Wer hätte gedacht, dass das nicht der Grund ist, dass ich ihn tatsächlich verliere. Ich wäre sogar noch zu dir gestanden, wenn du ehrlich gewesen wärst und gesagt hättest „Hey, ich konnte die Finger nicht von ihr lassen, aber jetzt ist es vorbei“.

Aber dich vor meinen Bruder stellen? Nein. Wenn du nach über fünf Jahren Beziehung eine Sache über mich wissen solltest, dann ist es, dass ich hinter ihm stehe. Immer. Egal was. Und es ist mir scheißegal, was er über mein Verhalten gesagt hat. Ich weiß, dass es ihm Leid tut, mich so bezeichnet zu haben. Auch wenn du das nicht glauben kannst. Du scheinst momentan sowieso vieles nicht mehr zu glauben, was man dir aufrichtig sagt und allen irgendwelche Verschwörungstheorien zu unterstellen. Und dann hast du den Nerv meinen Bruder als denjenigen hinzustellen, der austickt. Wenigstens er verhält sich jetzt normal und erwachsen.

Du wirst immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben. Ich werde immer für dich da sein, wenn du mich brauchen solltest. Aber mit dem Menschen, der du momentan bist, komm ich einfach nicht klar. Das bist nicht mehr du. Ich erkenn dich nicht wieder und du warst immer derjenige, bei dem ich ganz genau wusste, was er denkt und wie er sich fühlt. Du warst immer derjenige, der mir am nächsten war. Es ist erschreckend, wie schnell sich das ändern kann.

Und was mich betrifft, ich sitze jetzt hier in dieser Situation, die eigentlich so neu für mich ist und versuche irgendwie herauszufinden, wie zu handeln das richtige wäre. Woher soll ich das denn wissen? Ist es falsch, eine Beziehung zu zerstören, die überhaupt keine Beziehung ist? Die eigentlich schon längst am Ende ist? Wahrscheinlich ja. Ist es verwerflich, auf sein Herz zu hören, das dir sagt, du liebst? Ich glaube nein. Ich rede mir zumindest ein, dass es das nicht ist. Und ich hoffe, dass ich mir nicht selbst etwas vormache indem ich mir sage, er macht sich selbst etwas vor. Wenn er sich reden hören würde, dann wüsste er doch, dass es nur eine Lösung gibt. Das Problem ist eigentlich nur, dass er es nicht wahrhaben will. Wer hätte gedacht, dass das so sehr weh tun kann. Zu wissen, das könnte ich sein, an diesem Platz, den sie in seinem Leben hat. Und vielleicht, vielleicht ist das ja auch irgendwann so. Aber es ist nicht so, als wäre ich für immer hier. Leben. Chaos. Im Moment kann ich nur noch über mich selbst lachen. Das hab ich wirklich klasse gemacht. Innerhalb von einem Monat alles auf den Kopf zu stellen. Und vielleicht, ganz vielleicht genieße ich das ja ein bisschen. Einmal diese ganz andere Seite von mir entdecken, die ich bisher noch nicht kannte. Vielleicht ist es etwas Gutes.

~ von Erdbeere - Oktober 14, 2012.

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