Wenn man nicht mehr weiß, wo einem der Kopf steht.

Wie soll man denn klar denken können,

wenn von allen Seiten auf dich eingeredet wird?

Wie können meine Eltern bis heute immer noch nicht gemerkt haben,

dass umso mehr sie mich aus etwas herauszureden versuchen,

ich nur umso mehr dagegen halte…

Danke, das ist in dem Fall nicht das, was ihr wollt.

Wie soll ich denn klar denken können,

wenn durch die Distanz und das neue Leben das alte Leben immer mehr verschwimmt?

Ich weiß momentan einfach nicht, wie ich handeln soll.

Ich will niemandem noch mehr weh tun als ich es nicht schon längst getan hab.

Es scheint nur ein Ding der Unmöglichkeit zu sein.

Wie sagt man so schön, es bereitet mir Bauchschmerzen…

Bisher konnte ich über diesen Satz nur lachen.

Wie soll man von etwas das im Kopf statt findet Bauchschmerzen bekommen.

Jetzt weiß ich, was es bedeutet.

Bauchschmerzen, so sehr, dass man sich kaum noch bewegen kann.

Dass man meint, keine Luft mehr zu bekommen. Ersticken.

Ich will nicht 5 Jahre meines Lebens wegschmeißen und so tun,

als würden sie mir nichts bedeuten.

Als würde ich die Person, mit der ich diese 5 Jahre verbracht habe

nicht unglaublich arg lieben.

Genauso wenig kann ich leugnen, wie ich im Moment fühle.

Ich bin so wahnsinnig von mir selbst enttäuscht.

Ich hätte nie gedacht, dass ich so handeln könnte.

Dass ich einfach alles ausblenden und mich gehen lassen könnte.

Zu Hause hätte das auch nicht funktioniert, aber hier, hier verschwimmt alles.

Es ist, als wäre es ein anderes Leben. Nicht mein Leben.

Es ist, als wäre „für immer“ plötzlich bedeutungslos.

Es ist, als wäre ich nicht mehr wirklich ich.

Oder als wäre ich ein total neues Ich.

Es ist irgendwie aufregend. Und irgendwie so wahnsinnig falsch.

Es ist alles so verwirrend.

Was zählt denn?

Das Leben jetzt? Der Moment? Dieses eine Jahr?

Die Vergangenheit? Was nach diesem einen Jahr passiert?

Es sind einfach viel zu viele Fragen um eine Antwort zu finden.

Und so ende ich wieder hier und schreibe.

Höre Musik, um mich besser zu fühlen. So, wie es schon immer war.

~ von Erdbeere - September 12, 2012.

Eine Antwort to “Wenn man nicht mehr weiß, wo einem der Kopf steht.”

  1. ich finde deinen Text sehr ergreifend…Manchmal weiß man einfach nicht mehr weiter…ich befinde mich derzeit auch in so einer Situtation…ich weiß im Moment auch nicht wo mir der Kopf steht…und das Gerede meiner Eltern bringt mich auch kein Stück weiter. Aber ich denke auch, dass man die Hoffnung auf bessere Zeiten nicht aufgeben darf…

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