Der thailändische Tigertempel

Ungefähr 200 Kilometer westlich von Bangkok, Thailand, in der Provinz Kanchanaburi, nahe der burmesischen Grenze, liegt das Kloster Wat Pa Luangta Bua. Das Kloster ist aber nicht nur ein Ort der Harmonie, in dem die Mönche nach innerer Einkehr suchen, es ist ein ganz besonderes Beispiel für das friedliche Zusammenleben von Mensch und Tier, so wird um Touristen geworben. Im Kloster Wat Pa Luangta Bua leben asiatische Tiger Seite an Seite mit buddhistischen Mönchen.

Mit buddhistischer Gelassenheit treten die Mönche den Raubtieren gegenüber, sie glauben, wer mit den Tigern umgehen kann, meistert auch sein Leben. Dass sie theoretisch auch kein bisschen Angst haben müssen, darauf kommt keiner von ihnen zu sprechen.

Ein Foto mit einem Tiger scheint die Attraktion für tausende von Touristen zu sein. Was nicht angemerkt wird, ist die Tierquälerei, die meiner Ansicht nach deutlich zu sehen ist. Aufmerksam wurde ich durch eine Reportage, die gestern im Fernsehen lief. Tiger wie süße Schoßhündchen, die sich nicht einmal mehr wehren können.. müssen sie auch nicht, denn sie haben immerhin den Mönchen ihr Leben zu verdanken und wissen das, so die Theorie der Mönche. Gezähmte Raubkatzen, die sich nicht einmal dafür interessieren, dass tagtäglich etliche Fremde ihren Kopf auf deren Schoß betten und Fotos schießen lassen? Niemals. Die Tiere sehen aus, als wären sie mit Drogen voll gepumpt, nicht in der Lage sich zu wehren geschweige denn den Kopf zu heben. Tiger sind vom Aussterben bedrohte Tiere und hier soll es sich wohl um Tierschutz handeln. Wenn es sich um Tierschutz handelt, warum weigern die Mönche sich dann, mit der Tierschutzbehörde zu reden? Pure Ironie.

Falls ich jemals nach Thailand reisen werde, dann weiß ich jetzt schon, wo ich ganz bestimmt nicht landen werde.

~ von Erdbeere - September 7, 2008.

4 Antworten to “Der thailändische Tigertempel”

  1. Schrecklich…

  2. wieso gibt es so viele Tierquäler??

  3. Ich hasse jeden Menschen, den Tieren was antut. Egal was es ist und wie er es macht.
    Man muss die Tiere nicht quälen, Tiere haben Gefühle und ein Herz wie wir auch.
    Der einzige Unterschied, sie sprechen eine andere Sprache wie wir. Und wir verstehen sie leider nicht.
    Nicht nur Kinderschänder sollte man umbringen, nein auch Tierquäler.. auf sowas kann die Menschheit verzichten.

  4. So sind aber nicht nur die Thailänder so sind auch andere Menschen

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