In Erinnerung…

 

Ich hab heute mal meine ganzen Schubladen ausgeräumt um Dinge, die ich so oder so nicht mehr brauche, weg zu schmeißen. Ich hätte es lieber nicht tun sollen… Fotos von dir, Fotos die mich wieder an alles erinnert haben. Fotos, die mir mal wieder die Tränen in die Augen getrieben haben. Fotos, die es mal wieder geschafft haben, dass ich mich gefragt hab, warum das alles passiert ist. Fragen, auf die ich keine Antwort bekomme, nie bekommen werde. Fragen, die du mir nicht beantwortet hast. Diese Fotos… zu gern hätt ich sie einfach zerrissen und in den Müll geschmissen, warum konnte ich’s nicht einfach tun? Es ist schwer. Ich will nicht vergessen, ich will nie vergessen, denn trotz allem, danke für die schöne Zeit. Ich weiß nicht, ob ich jemals wieder so fühlen werde, deshalb danke, dass du mir gezeigt hast, dass ich so fühlen kann. Aber ohne dich, könnte ich wieder so fühlen. Ist es besser so? Dass ich nicht weiß, ob es noch geht? Ob ich jemals wieder lieben kann? Also danke, dass du mich vielleicht davor bewahrt hast, dass ich nocheinmal so tief falle, dass ich fast nicht mehr aufstehen kann… dass ich dann vielleicht gar nicht mehr aufstehen könnte. Wenn es nochmal passiert, wie soll ich dann immer wieder vom Boden aufstehen, den Kopf heben und nach vorn sehen, lächeln obwohl ich lieber weinen würde, wenn ich dann doch weiß, wie lange es dauert bis das ganze Theater vorbei ist und ich wieder mein Leben lebe. Diese Fotos… ich weiß nicht, ob ich sie jemals wieder sehen will, sie haben mir bewiesen, was wirklich in mir vorgeht. Das, was ich stets unterdrückt habe, was ich nicht wahrhaben wollte. Das, was nicht so sein sollte. In mein Tagebuch zu schreiben hab ich aufgegeben, denn auch da steht auf viel zu vielen Seiten dein Name, dein Name, der mich nicht vergessen lässt. Dein Name, den ich nie vergessen werde. Diese Fotos haben mich erneut dazu geführt, mich zu fragen, was du von mir erwartet hast, aber wie immer hab ich keine Antwort gefunden. Ich weiß nur, dass es viel zu viel war. Zu viel, um es zu erfüllen. Wieder hab ich mich gefrag, was du erwartet hast, als du mich ein letztes Mal angerufen hast… Dass ich weine? Dass ich dich anflehe mich nicht zu verlassen (um es dann doch zu tun, nachdem ich dir nocheinmal mein Herz in deine Hände gelegt hab)? Was war es, was du wolltest? Hast du wirklich gedacht, ich würde das tun? Meinen Stolz einfach abwerfen und so handeln? Ha. Niemals werde ich jemandem wie dir sagen, was wirklich los ist, was wirklich in mir vorgeht. Ich hab noch deine Worte im Ohr… „Ich hoffe, du hasst mich jetzt nicht…“ ich weiß auch noch meine Antwort… „Ich kann niemanden hassen, den ich mal über alles geliebt hab“. Ich hab dir immer die Wahrheit gesagt. Hass ist ein Gefühl… du hast keine Gefühle verdient. Gleichgültigkeit wäre sinnvoller, aber ich weiß nicht, ob es wirklich Gleichgültigkeit ist. Ich kann mich gut an meine Worte erinnern, die ich während diesem Telefonat gesagt habe. Und ich bin froh, dass ich’s getan hab. Du warst beleidigt, man hat es an deiner Stimme gehört, aber du hattest es verdient… mehr als alles andere. Diese Fotos… sie allein sind Schuld daran, dass ich jetzt so denke, dass ich jetzt so schreibe, dass ich mir erneut Fragen stelle, auf die mir nie eine Antwort gegeben werden wird…

~ von Erdbeere - März 31, 2007.

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